Carlowitz Planspiel
Eine digitale Begleitung für ein Planspiel rund um Holzwirtschaft und Nachhaltigkeit. Die Anwendung erfasst Bewertungen, berechnet Ergebnisse und speichert die Spieldaten für spätere Auswertungen.

Ausgangslage
Die Gruppen stellen Bäume her und bauen mit Holzklötzen eigene Projekte. Dabei erleben sie, wie Holzanbau und Verbrauch zusammenhängen.
Zwei Teilnehmer übernehmen die Rollen Agentur und Handel und bewerten die Bäume und Bauprojekte. Früher hielten sie ihre Bewertungen auf Papier fest. Die Spielleitung übertrug diese anschließend in Excel und berechnete die Ergebnisse.
Umsetzung
Aus zunächst fünf einfachen Webseiten entwickelte ich gemeinsam mit dem Kunden eine Anwendung für den laufenden Spielbetrieb.
Agentur und Handel erfassen ihre Bewertungen nun direkt über einen Zugang per QR-Code oder Passwort. Die Anwendung übernimmt die Berechnung. Das eigentliche Spiel bleibt am Tisch.
Die Spielleitung kann die Eingabe- und Auswertungsphasen steuern. Weitere Funktionen ermöglichen Baumkäufe ab der zweiten Runde und Bewertungen mit eigenen Kriterien.
Alle Eingaben werden zentral in einer Datenbank gespeichert. Damit bleiben die Spieldaten auch nach einer Runde verfügbar.


Ergebnis
Die Anwendung wird seit rund zwei Jahren eingesetzt und wurde nach Rückmeldung des Kunden positiv aufgenommen. Das nachträgliche Übertragen der Papierbögen entfällt, und die Ergebnisse stehen ohne separate Excel-Berechnung bereit.
Das Projekt zeigt, wie eine digitale Begleitung die Organisation eines Planspiels erleichtern kann, ohne das gemeinsame Spielen zu ersetzen. Gleichzeitig entsteht eine Datengrundlage für spätere Auswertungen.

Rückblick
Ich habe zu Beginn den Umfang der ersten Version nicht klar genug gemeinsam mit dem Kunden festgelegt. Der Austausch war regelmäßig und das Vertrauen groß, aber es blieb zu offen, was für den ersten Einsatz wirklich gebraucht wurde. Dadurch kamen immer wieder Funktionen hinzu und der Abschluss rückte nach hinten.
Daraus habe ich gelernt, größere Projekte in klar abgegrenzte Pakete aufzuteilen und gemeinsam festzuhalten, was zur ersten Version gehört. Das gibt beiden Seiten Orientierung und lässt trotzdem Platz für spätere Ideen.
Technisch würde ich heute ein passendes Framework einsetzen, die Anwendung klarer strukturieren und zentrale Funktionen automatisiert testen. Dabei ist mir wichtig, dass auch jemand anderes den Code verstehen und übernehmen kann und ich mich selbst nach einem Jahr wieder gut darin zurechtfinde.